Berlin, du bist die Königin der Nacht

So haben es Rio Reiser und Pe Werner mal getextet. Ich durfte bei der Tournee zu dieser Platte den Bass spielen, es war ein Fest, und zwar ein Großes – Pe ist eine klasse Sängerin, eine außergewöhnliche Texterin und eine nette Person. Und es ist auch ein großartiger Song, aus dem das Titel-Zitat dieses Post stammt: „Goldgräber in Berlin“, zu hören auf Pe’s Platte „etepetete“ von 1996.

Immer wenn ich in den letzten Jahren in Berlin war, berührte mich diese Stadt auf eigenartige Weise, fast noch mehr als früher, als ich dorthin öfter für Musikproduktionen engagiert wurde, und mitunter längere Zeit da verbrachte. Und seitdem ich wieder Photonen einfange, finde ich nach einem Berlin-Besuch mindestens ein Foto auf meiner Speicherkarte, das mich auch eigenartig berührt. Meistens sind das Fotos, die abends oder in der Nacht entstanden, daher diese Zeile aus dem Song als Titel. So auch, wie oben zu sehen, am letzten Samstag.

C/O Berlin ruft bis zum 9. Januar mit einer Peter Lindbergh-Ausstellung. Ein Ruf, dem ich folgen musste, und den ich auch Dir gerne ans Herz lege! Zitat von der Website: „What’s so striking about black and white photography is how it really helps a sense of reality to come through.“ – Peter Lindbergh

Seine Bilder großformatig aus der Nähe und der Entfernung in aller Ruhe betrachten zu können, dazu noch Videos von seinen Shootings, durch die sogar irgendwann Jim Rakete hüpft, und das alles in dieser geilen Location (ich sage nur ‚Turnhalle“), war ein bleibender Genuss. Und SW mag ich eh.

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Ähnliches habe ich erlebt bei der Ausstellung von Herlinde Koelbl im Martin-Gropius-Bau 2009. Speziell ihre „Hunde“-Bilder haben mich auf dem Weg ins Hotel irgendwie zu diesem Bild inspirierte:

Fazit und Reminder meinerseites: Lindbergh anschauen. Viele Ausstellungen besuchen. Immer Kamera mitnehmen.

Bassig
Benjamin
P.S.: Der Song erinnert mich an Rio, und Rio erinnert mich auch an meinen – leider zu früh gestorbenen – Kumpel Holler. Muss ich mal was zu schreiben. Hab ja beim Release auch Fotos gemacht. Und Bass gespielt.

Visitenkarte? Gerne. Aber nur eine!

Visitenkarten können Spaß machen. Falls man Minicards von Moo hat!

Es bereitet mir immer große Freude, wenn ich die kleine Schachtel aufmache und sage: „Such dir eine aus – die sind alle unterschiedlich. Aber nur eine pro Person!“ Die Reaktionen sind total verschieden: Von „Augen zu“ und eine ziehen, über „Das sind echt alles deine Bilder???“, bis hin zu intensivem Abwägen inklusive Häufchenbildung.

Mir ging es auch so, als ich zum ersten Mal eine Minicard in der Hand hielt: Ich war von den Socken. Cooles Format, gute Haptik, schöne Farben. Und das Beste: 100 bezahlbare Minicards mit 100 verschiedenen Motiven! Die Rückseite ist immer gleich.
Als Smugmug die Kooperation mit Moo anfing – Bilder direkt aus Smugmug an Moo schicken – habe ich mir welche bestellt. Und es seitdem nicht bereut. Als Fotograf immer ein Portfolio – wenn auch ein kleines – in der Tasche zu haben, ist von unschätzbarem Wert.

Das Beste zum Schluss: Bis Sonntag, den 14.11.2010 23:59 GMT gibt es bei Moo 30% auf alle Druckerei-Produkte.

Bassig
Benjamin

My Chemical Romance Fotoboykott

Gestern sollte ich für N-JOY im Auftrag der fotografirma „My Chemical Romance“ fotografieren. Am Nachmittag (!) erreichte mich dann kurzfristig mal wieder einer von diesen unsäglichen Foto-Verträgen. Der Kniff liegt bei diesem Vertrag im Detail, wie Marco sehr schön in seinem Blog erklärt. Hier nur soviel: ich sollte zum Beispiel unterschreiben, dass ich für jede nicht genehmigte Bildnutzung 30.000 Dollar Strafe an die Band zahlen muss, und die Rechte an den Bildern gehen selbstredend an die Band über, etc… Diese irrwitzigen Verträge nehmen leider überhand, und als Fotograf kann man so eine Veranstaltung dann nur boykottieren, und so kam es auch.

Ein großes Lob an N-JOY, die vollstes Verständnis für einen solchen Boykott zeigen.

YongEr

Wie schon hier geschrieben, ging es darum, eine irische Band zu fotografieren. Wer jemals einen Reiseführer über Irland gelesen hat, der hat da sicherlich einen Absatz über das Zeitempfinden auf der grünen Insel entdeckt… Kurz gesagt: Trotz charmanter Tourleitung waren die Jungs zu spät. (Das wird meiner Liebe zu dieser Insel allerdings keinen Abbruch tun. Ich muss da wieder hin…)

Was macht man also an einer coolen Location mit einem coolen Model, viel Blitzgedings, und zwei Fotografen? Na?

The Riptide Movement

Am Sonntag war ich mit Marco im Planet Alsen, um die irische Band ‚The Riptide Movement‚ zu fotografieren. Die Jungs sind mit ihrer neuen Platte gerade in Deutschland unterwegs, Termine fndet ihr auf ihrer Seite. Eingefädelt hat das Ganze übrigens Milena von evoone, sie ist mit TRM auf dieser Tour unterwegs.

Es war trotz des schlechten Wetters eine coole Session, und Alsen war die richtige Wahl in Sachen Location – fanden die Jungs von TRM anscheinend auch, denn sie waren trotz Tour- und Party-Stress sowie Regen gut drauf. Vielen Dank dafür!

Ganz großen Dank auch an Milena und Marco für liebevollen Einsatz als Assistenten, ich habe mich beim schießen noch nie so umsorgt gefühlt ;-)

Und als Extra-Zückerchen obendrauf: YongEr war auch dabei, ursprünglich als Licht-Double geplant… Aber wer kann bei so einem Model schon widerstehen, und beim Rumspielen mit dem Strobisten-Setup – wenn sie schon freiwillig eine Peitsche mit an das Set bringt – nicht auch ein paar leckere Bilder machen?

Kommt. Sehr bald.

Ich habe schon lange überlegt, wie ein Blog zu meiner Arbeit als Fotograf aussehen könnte. Vor kurzem habe ich das Projekt dann endlich mal in Angriff genommen. Die Tage werden länger, und im Winter ist gut am Rechner basteln: weniger Motive.
Software? Alle meine bloggenden Freunde nutzen WordPress, also war die Frage der Blog-Software schonmal geklärt. Runterladen, aufsetzen, rumprobieren: geht. Dann kam der Moment: Es soll jetzt aber auch gut aussehen.
Welches Template? Nach Templates stöbern, installieren, neue Templates suchen, installieren, nochmal Templates suchen, installieren… Mehrere Wochend-Sessions mit verschiedensten freien WordPress-Templates haben nicht unbedingt dazu beigetragen, daß WP und ich so richtig dicke Freunde wurden. Entweder waren die Bilder zu klein (ich will große Bilder in ansprechendem Design zeigen), oder die Einstellungen der Seiten waren krude, oder ich vermisste dies und das… Also bei dem einen oder anderen Theme die Motorhaube auf, und mal ein bischen dran rumgeschraubt – bin ja schließlich auch Programmierer – aber Spaß hat das nicht gemacht, und für den Zeitaufwand kam zu wenig dabei raus.

Definitiv keine von mir so gerne propagierte „Bassisten-Lösung“.

Bis ich auf ProPhoto3 Theme von NetRivet Blogs gest0ßen bin. Große Bilder, alles sehr (!) bequem konfigurierbar, und in WP integriert. Auch für einen WP-Neueinsteiger  wie mich verständlich, und fühlt sich gut an. Die Motorhaube blieb bisher zu, und ich habe an etwas mehr als einem Abend das meiste soweit konfiguriert, daß dem Launch nur noch ein paar statische Seiten wie z.B.  „Über mich“ im Wege stehen. Einziger Wermutstropfen: Das Theme kostet 189 $, überall im Netz gibt es Coupons mit 10 $ Rabatt. Aber mal ehrlich: für das Geld kann man sich das Blog nicht halbwegs so schön programmieren.

Und weil es mir so viel Spaß macht: Nicht wundern, wenn ich immer mal wieder Bilder, die mir wichtig sind, aus meinem Archiv holen und in der Vergangenheit nachtragen werde. Keine Ahnung, ob man das so macht in Blogs, aber ich will euch ja nichts vorenthalten – und Spaß haben!

Bassig
Benjamin

Foto: Mönkebergstrasse, Hamburg

Spülen kann Spaß machen!

Eigentlich wollte ich die Pfanne ja nur spülen. Nun ja, erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Die Seifenblasen hatten es mir bei näherer Betrachtung angetan, und außerdem war es mal wieder Zeit, bunte Gels auf meine Blitze, und meine Kenko-Extension-Tubes zwischen Linse und Cam zu packen :-)

Das Setup (am heimischen Herd) seht ihr weiter unten.

Hier mit weniger Power auf dem roten Blitz:

Hier nur ein Blitz, 1/2 CTB:

Das Setup am heimischen Herd: 2 SB800, einer mit 1/2 CTB, einer mit einem roten Filter. Aufgenommen mit 50mm 1.8, 160tel bei f8 (blaues Bild), und f11 (die anderen) und mit einem oder mehreren Kenko-Zwischenringen – das hab ich leider nicht notiert. Getriggert wurden die Blitze über das CLS-System der Cam, vor dem eingebauten Blitz hatte ich einen SG-31R, diesen Infrarotfilter, um das Steuer-Blitzen nicht als Reflektion mit im Bild zu haben. Für das Foto stand ich über die Pfanne gebeugt, war unbequem, und sah sicherlich affig aus. Aber hat ja keiner gesehen…
Übrigens: Nachdem die Pfanne so gut eingeblitzt wurde, spülte sie sich fast von alleine!
Dank auch an Großmann.Grünberg, bei den Jungs darf ich mir im Lager ab und zu ein Streifchen Farbfolie abschneiden oder Reste mitnehmen!