Am Rande der Demo

Gestern war bei uns im Viertel mal wieder Demo für den Erhalt der Roten Flora. Meine Kamera und ich waren dabei, und hier kommt eine kleine Auswahl der Momente und Eindrücke, die ich am Rande – und mitten in – der Demo auf meine Speicherkarte bannte. Als Bewohner dieses Viertels fand ich es übrigens ziemlich gut, daß es nicht zu größeren Ausschreitungen kam. Die Fotopresse-Kollegen drängelten sich überall (zwischen), wo etwas nur im entferntesten nach ‘Action’ roch. Beispiel: Zwei Polizisten füllten den Wasserwerfer an einem Hydranten mit einem Schlauch nach. Wow. Drei Fernsehteams, und gefühlt mehr als acht Fotografen filmten und fotografierten einen Hydranten, der von ca. zehn  Polizisten beschützt wird… Nix für mich.

Hier daher ein paar andere Bilder. Viel Spaß!

Seifenblasen vor dem Abmarsch

^ Seifenblasen vor dem Abmarsch.

Ich wäre nicht ich, wenn ich dieses Foto nicht gemacht hätte

^ Ich wäre nicht ich, wenn ich dieses Foto nicht gemacht hätte.

Flora bleibt

^ Und darum ging es.

Flora bleibt unverträglich

^ Kann man auch so ausdrücken. Meine Freundin hat mir für dieses Foto ans Schienbein getreten. Aber nur ein bisschen.

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Markus - Montag, 2. Mai 2011 - 14:51

Mal wieder … wie immer … sehr schöne Bilder.

Die Plakatwand, die Dich so nachdenklich macht, wird von Matt in seinem Blog auch regelmäßig beobachtet; zuletzt hier und mit Links zu weiteren Bildern: http://rueckseitereeperbahn.blogspot.com/2011/02/ausnahmesituation.html

Herzlichen Gruß

Markus

bigbasspic - Montag, 2. Mai 2011 - 15:31

Hallo Markus,

vielen Dank für dein liebes Lob und diesen Hinweis! Es freut mich, dass ich nicht der einzige bin, den so ein Anblick beschäftigt.
Und wie so oft: Ein hervorragender Blogpost von Matt. Chapeau auf diesem Wege.

Bassig
Benjamin

Weltregierung - Dienstag, 3. Mai 2011 - 15:23

Monsterbilder!

Toll eingefangen.

Echt ´n paar absolute Highlights dabei.

lg, Nachbarregierung.

Ruben - Dienstag, 3. Mai 2011 - 15:33

Ganz tolle Bilder. Danke. Vor allem: Wirklich nicht die typischen Demo-Bilder. Ein wirkliches Highlight kann ich garnicht ausmachen, es sind einige die ganz besonders sind.

Der Obdachlose. Der Chaostagefreund mit dem Polizisten. Die Maler an der Wand. Die Seifenblasen – noch viele weitere…

Und schön, dass es weitestgehend friedlich blieb. Ist doch auch gut so.

FLHH - Dienstag, 3. Mai 2011 - 15:36

Sehr schöne Bilder abseits von dem üblichen vermeintlichen Krawall- und Irgendwaswirdschonbrennen-Motiven aus “unserem” Dorf.

bigbasspic - Dienstag, 3. Mai 2011 - 16:19

@Weltrgierung: Vielen Dank für das tolle Lob!

Bassige Grüße aus der Nachbarschaft
Benjamin

bigbasspic - Dienstag, 3. Mai 2011 - 16:20

@FLHH: Freut mich sehr, dass die dir gefallen!

Bassige Grüße aus “unserem” Dorf
Benjamin

bigbasspic - Dienstag, 3. Mai 2011 - 16:21

@Ruben: Vielen Dank für das schmeichelnde Lob!

Und ja, ich bin auch froh, dass es weitgehend friedlich blieb!

Bassig
Benjamin

ring2 - Dienstag, 3. Mai 2011 - 17:04

Super-Fotos – ich habe Deinen Artikel bei mir verlinkt und einen Screener genommen, der mir besonders gut gefällt (mit Credit) – hoffe das ist ok …

http://stpauli.nu/st-pauli-feature/fotos-von-der-flora-bleibt-demo-in-hamburg-schanze-am-1-mai

Benjamin - Dienstag, 3. Mai 2011 - 17:18

@Ring2: Vielen Dank für das Lob und den Link! So geht das immer klar ;-)

Bassig
Benjamin

thomas - Dienstag, 3. Mai 2011 - 17:56

Wirklich gute Fotos, und zur angenehmen abwechslung mal nicht der Standart den jeder schon x-tausendmal gesehn hat.

Gleich mal 2 Fragen:
Welches Equipment nutzt du (Static, Blitz ?), sind die Fotos bearbeitet ?

Am besten gefällt mir die Strese autofrei, auch weil das Motiv direkt vor meinem Fenster liegt und lärmt.

Benjamin - Dienstag, 3. Mai 2011 - 19:14

@thomas: Danke für dein Lob!
Ich benutze Nikon, die Fotos sind mit einer D300 und einem 70-200mm 2.8 geschossen, ein paar mit dem 17-55 2.8, und dein Lieblingsbild ‘Strese autofrei’ mit einem 35mm 1.8.
Ich habe kein Stativ und keinen Blitz benutzt (bis auf das ‘Pinneberg’-Foto, da den Blitz der Kamera, weil ich keinen anderen auf der Cam hatte).
Die Fotos sind mit Adobe LightRoom bearbeitet, ich passe dort meist die Exposure etwas an, und den Kontrast / die Blacks. Manchmal auch die Kurven, aber bei diesen Bildern eher nicht. Bis auf das mich betroffenmachende Bild des Obdachlosen unter der Reklame, da habe ich etwas an den Kurven und der Sättigung gezogen.

Bassig
Benjamin

Ralf - Dienstag, 17. Mai 2011 - 21:37

wow .. Norbert hat mir Deine Seite gezeigt.
Weil Sie ihm gefällt.
Nun gefällt Sie mir auch.
Aber nicht wegen der Seite.
Sondern weil Du !
Cool.
Wenn Du so Bass spielst Wie Du Bilder machst möchte ich gerne zuhören.
Gruß
Ralf

Benjamin - Dienstag, 17. Mai 2011 - 22:10

Hej Ralf,

vielen Dank für dein Lob! Das mit dem Bass finde ich besonders toll – wahrscheinlich kannst du mich im Juli mit einem Klasse-Trommler in Hamburg hören. Ich werde es auf Facebook posten, wenn der Termin steht :-)

Bassig
Benjamin

Draußen zu Hause | lichterkarussell - Dienstag, 6. September 2011 - 07:16

[...] so an dieser Stelle und selten [...]

Cruising Schanze.

Heute war einer der Tage, wo nicht ich meiner Kamera den Weg zeigte, sondern sie mir. Das fing schon beim spontanen ‘head. hands. feet.‘ an, und setzte sich konsequent fort. Wahrscheinlich hat sie das königliche Wetter an diesem Oster-Samstag genauso genossen wie ich!

Wir beide trafen unter anderem ein legendäres Motorrad, das ich in genau dieser Farbe schon von Quartetten aus meiner Jugend kenne. Viele verlassene Fahrräder. Ein Auto, das ich mir in der ‘Caravan‘-Version fast einmal gekauft hätte. Einige Gegensätze. Grün. Eine Ameise, wo ich sie nicht vermutet hätte. Einen Briefkasten, der sicher lange keine Post mehr bekommen hat. Rot. Blau. Und natürlich auch Kirschblüten. Und Bilder, die ich erst im Nachhinein zu verstehen glaube, und nun anders machen würde… Und noch viel viel mehr, daß es nicht auf den Sensor, oder bis hierhin geschafft hat. Aber mir im Gedächtnis bleibt.

Es sind keine spektakulären, und schon gar keine ‘perfekten’ Fotos, es war ja auch kein spektakulärer oder ‘perfekter’ Spaziergang. Es war eher ein Cruiser unter den Spaziergängen. Und der hat wahrscheinlich genau deswegen– und wegen der Langsamkeit – viel Spaß gemacht.

Schaut selbst, und wie immer: Jeder Kommentar ist erwünscht!

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Sven van Koetsveld - Mittwoch, 8. Juni 2011 - 05:49

Hi Benjamin!
Ein großes Kompliment an diese großartige Seite und den phantastischen Bildern. Schön Dich letzten Mittwoch mal wieder getroffen zu haben!
Sven

Benjamin - Mittwoch, 8. Juni 2011 - 10:12

Vielen Dank für das Kompliment, Sven. Ja, ich fand es auch schön, dich mal wieder ‘on the road’ gesehen zu haben!
Bassig, Benjamin

Ein schnelles Zwischendurch-Shoot…

… kann wie eine leckere Zwischendurch-Brötchenpause sein. Und wenn dem so ist, dann macht es Spaß, befreit den Kopf, und gibt neue Energie. Darum sage ich selten nein, wenn bei mir jemand für ein schnelles Shooting zwischendurch anfragt. Auch wenn ich an dem Shooting-Termin eigentlich als Programmierer durch den Code pflüge.

Dabei kommen spontane Bilder heraus. Der Kopf wird frei. Der Code wird besser. Man fühlt sich wohl. Und ich muss nebenbei mal loswerden, dass ich bei der coolsten Firma überhaupt arbeite, wo – im seltenen – Falle eines während der Kernarbeitszeit ertönenden ” ‘Das Kinn etwas runter…’ Click. Beep.” leise und entspannt um das Set herumgegangen wird. Ein Traum.

Zurück zum Shoot. Robs, den ich auch schon bei ‘head. hands. feet.‘ fotografiert habe, brauchte dringend Bewerbungsfotos. Er wollte sie in Schwarz/Weiß. Und von mir. Trotz der innerlich gestellten Frage: “Bin ich Bewerbungsfoto-Fotograf?” konnte ich dieser freundlichen Anfrage nicht widerstehen. Ich liebe das “Lernen”, auch wenn es sich um Bewerbungsfotos handelt…

Geschossen, wie man in meinem Elternhaus zu sagen pflegte: “Zwischen Tür und Angel”, da wir gerade für ein wirklich cooles Projekt bis über beide Arme im Code stecken, und weil Robs etwas zu früh erschien…. Wir haben trotzdem Spaß gehabt, und mein Kopf war dabei anfänglich so leer wie meine Speicherkarte. Gut so. Anfänger-Geist. Zur Sicherheit habe ich mein erprobtes ‘head. hands. feet.’-Licht-Setup benutzt, also fühlte ich mich in Sachen Hell-Dunkel zuhause, und konnte ein bischen Model-Posing üben, was aber auf diesen Pics leider nicht so richtig rauskommt. Genug der Worte, hier drei Bilder:

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Bassig
Benjamin

Milena - Mittwoch, 20. April 2011 - 15:06

ich find das erste am besten :)

Eine Runde durch den Park

Nach all den Bildern zu und der Arbeit an headhandsfeet.de habe ich heute nachmittag eine kurze Runde durch den nahegelegenen kleinen Park gedreht, bevor ich ein Meeting in Sachen Musik hatte. Es war – bis auf den vielerorts vorhandenen Geruch von Grillanzünder – pure Entspannung.

Sonne, Blüten, Herzen, einige verrückte Typen, und eben diese ‘Pure Entspannung’. Seht selbst:

Wohlers Park
Wohlers Park
Wohlers Park
Wohlers Park

Wohlers Park

Wohlers Park
Wohlers Park

Bassig
Benjamin

agymusic - Sonntag, 10. April 2011 - 06:36

Sehr schöne Aufnahmen, ich habe zeitweise auch sehr gerne Fotografiert.
Wichtig war immer eine gewisse Entspanntheit, das Fotoauge und Geduld.

lg
agy

Benjamin - Sonntag, 10. April 2011 - 09:51

Vielen Dank, agymusik!

Ja, die Runde durch den Park bin ich sehr entspannt angegangen :- ))
Bassig
Benjamin

simone - Montag, 2. Mai 2011 - 22:59

hey, bin über street-piano auf deine site gestolpert…. tolle fotos! war hundemüde von diesem kalten, anstrengenden tag und gehe dank deiner frühlingsbilder jetzt gutgelaunt ins bett. auch das head-hands-feet projekt gefällt mir. ich male hände, spannende dinger das! wünsche dir weiter viel erfolg! lg aus hannover!

bigbasspic - Montag, 2. Mai 2011 - 23:09

Hallo Simone,

danke für dein Lob, es freut mich wirklich sehr, daß meine Bilder deinen Tag zu einem schönen Abschluss gebracht haben! Es war mir übrigens auch zu kalt heute….
Und ja, Hände sind spannende Dinger das!

Bassigst
Benjamin
P.S.: Dein Link geht irgendwie nicht, hast du das ‘.de’ vergessen?

head. hands. feet.

Ein neues Projekt der Öffentlichkeit zu präsentieren, also es im Internet auszuwildern – das ist ganz schön spannend. Aber heute soll es sein. Das Baby will raus.

Tada: head. hands. feet.

Portraits von Menschen, aber nicht nur ihre Gesichter, sondern auch ihre Hände und ihre Füße.
Die Bilder sind Schwarz-Weiß.
Die Sessions sind kurz und spontan.
Unter dem Bild gibt es noch einen kleinen Text darüber, was mir beim Shoot auffiel.

Und damit ihr einen Vorgeschmack bekommt, was euch nach dem Klick erwartet, hier eine Preview:

Evangeline

^ Evangeline, Fotografin

Klaus

^ Klaus, Komponist & Dirigent

Madeline

^ Madeline, Studentin

Türker

^ Türker, Cutter

Mehr darüber könnt ihr auf der Site unter Über “head. hands. feet.” nachlesen.

Bassig
Benjamin
P.S.: Ich freue mich wie immer über einen Kommentar, hier und heute ganz besonders, wenn ihr mir sagt, falls ihr Probleme mit ‘head. hands. feet.’ in euerm Browser habt – die Site wurde mit der heißen Nadel gestrickt ;-)
An einer schicken iPad-Version arbeite ich noch… (Nachtrag 19:15 Uhr) iPad sieht jetzt gut aus.

Ralf - Mittwoch, 18. Mai 2011 - 13:38

nur ne’ Anregung für die head.hands.feet:
Bin eben ein bisschen doof und hab das mit dem horizontalscrolling erst beim dritten mal hinschauen begriffen.
Wie wärs’ mit Ankern und Links in den Ecken ?
Sollte nicht so aufwendig sein und verdeutlicht ein bisschen die Navi auf der Seite.
Ansonsten: coole Idee :-)
Aber wem sag’ ich das …

Benjamin - Mittwoch, 18. Mai 2011 - 21:39

Hej Ralf,
ja, das habe ich auch schon ein paar mal gehört… Ich werde mir was einfallen lassen, vielen Dank für den Hinweis!
Bassig
Benjamin

NDR Comedy Contest Frühjahrsshow

Mein vorheriger Post stieß auf so viel Resonanz bei euch, da habe ich doch schnell auch noch einige meiner Lieblings-Fotos der NDR Comedy Contest Frühjahrsshow von der Platte gezogen. Ich wünsche euch viel Spaß damit!

Wer selber als Comedian dabei sein möchte, sollte sich schnell auf der Comedy Contest Homepage von N-JOY anmelden, und wer live bei der Sendung sein möchte: Die nächste Veranstaltung findet Ende Mai im Hamburger Knust statt.

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Ralf - Mittwoch, 18. Mai 2011 - 13:44

das letzte ist gut.
Ist so natürlich.
Nicht so aufgesetzt.
Denke auf das hast du den ganzen Abend gewartet.
Also ich hätte das.
Sorry.
Mag kein comedy.
Mag lieber was zum lachen.

NDR Comedy Contest

Marco sagte: “Willst du nicht mitkommen, heute abend ist Comedy Contest!”

Klar wollte ich. Aber hoppla, nicht als Zuschauer, sondern als Fotograf. Für echte Bilder von einer echten Fernsehshow eines echt großen Senders. Ich, der zu dem damaligen Zeitpunkt doch eher kleine Blümchen am Wegesrand fotografierte. (Und dies übrigens immer noch tue!) Das mag ich so an Marco: Er nimmt mich als Fotograf am Kragen und schmeißt mich – ohne doppelten Boden – in eine Situation, die ich noch nicht kenne. So kam ich also ins Fernsehen. Also, genau gesagt war ich als Bassist schon öfter im Fernsehen, aber noch nie als Fotograf. Seit diesem Überraschungs-Start durfte ich bei allen folgenden Shows den NDR Comedy Contest von N-JOY als Fotograf im Auftrag der fotografirma, einem coolen Haufen Photonenbändiger um Marco und Sebastian, begleiten. Dabei habe ich einige Lektionen gelernt, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Und ich möchte hier vordergründig nicht über Equipment sprechen, sondern über das Fotog-am-Set-sein.

Was habe ich in der Retrospektive der Sessions beim CC gelernt?

Lektion 1: Unsichtbar

Am ersten Abend beim Comedy Contest (nervös…) kam irgendwann die Aufnahmeleiterin auf mich zu und meinte, ich solle doch mit meiner großen Linse (70-200)  nicht immer im Bild stehen. Uups, peinlich. Ich hatte übersehen, daß ich auf meiner Position hinter den wirklich großartigen Protagonisten Ruth Moschner und Karl Dall stand, also damit bei vielen Einstellungen im Hintergrund zu sehen war. Meine – zugegeben – auffällige Frisur tat neben diesem nicht gerade unauffälligen Objektiv ihr Übriges für diesen Fauxpas.

Lektion 1 gelernt:
Wenn möglich, vorher abchecken, ob man sich im Hintergrund einer oft genutzten Einstellung befindet. Wenn man sich unsicher ist, mit der  garantiert netten Aufnahmeleitung darüber sprechen, was und warum man an diesem Abend hier vorhat, und sich mit ihr über Kameraeinstellungen und die eigene Position absprechen (siehe Lektion 2). Beim nächsten gemeinsamen Event begrüßt sie dich mit einem Lächeln. I promise!
Sollte dir das im Vorfeld nicht gelingen: Wenn du in die Linse einer TV-Kamera schauen kannst, und die vielleicht sogar noch ein rotes Licht zeigt, dann a) ganz normal weitermachen, du machst deinen Job, und b) sich vielleicht sich in aller Ruhe nach einem anderen Platz umschauen. Nie vergessen: Siehst du sie, sieht sie dich. Seit Kindertagen klar, oder?
Last-But-Not-Least: Selbstverständliche Dienstkleidung ist Matt-Schwarz. So matt und schwarz wie eben geht. Manchmal wünsche ich mir einen “Invisible Cloak”…

Lektion 2: Communicate!

Sein nett und freundlich! Es geht hier um die TV-Aufzeichnung, nicht um deine Fotos. Dummerweise tritt dir dein Editor/Auftraggeber in den Arsch auf die Füße, wenn du keine verwertbaren Bilder machst – siehe auch Lektion 4.
Vergiss nicht: Die Leute vom Fernseh-Team sind – meistens – im Stress, sie müssen diese Show auf die Harddisk bekommen, und haben auch schon viel und lange dafür gearbeitet. Also sei nett zu ihnen, es zahlt sich aus. Rede mit den Kamera-Frauen und -Männern: “Hallo, ich bin Benjamin, und mache heute hier Fotos für N-JOY. Ich versuche unsichtbar zu sein, und dir nicht im Weg zu stehen, falls ich dich trotzdem in deiner Arbeit irgendwie stören sollte, tippe mich einfach an.” Und dann: Augen auf! Ihre Kameras wiegen deutlich mehr als deine, und wenn sie mit viel Schwung auf dich zurauschen, solltest du besser Platz machen. Aus eigenem Interesse.
Und weil du ein netter Mensch bist: Entschuldige dich freundlich bei den Menschen im Publikum, deren Sicht du versperrst, die haben im Gegensatz zu dir für diesen Abend bezahlt. Sage ihnen das, wenn möglich, vor der laufenden Aufzeichnung:

Lektion 3: Schaffe dir deinen Raum

Irgendwo gibt es ein optimales Plätzchen für dich und dein Zeugs, du must es nur finden, und dann verteidigen.
Spreche mit dem Publikum, das ja genau wie du schon vor der Show anwesend ist: “Hallo, ich mache heute hier Fotos für den NDR, und benötige diesen Platz für mein Equipment”. Freundlich, aber auch bestimmt. Siehe Lektion 2: Kommunikation. Schon ist dir keiner böse. Warum auch: Ich arbeite da, wo du deine Freizeit verbringst. Klappt fast immer, man sollte allerdings trotzdem ein Auge auf sein Zeugs haben.

Lektion 3 gelernt:
So ein Plätzchen ist Gold wert. Dranbleiben. Wenn es mal nicht so glatt läuft, passieren kleine Pannen. Wie zum Beispiel bei dieser mit Vanille überparfümierten Wuchtbrumme aus – unverkennbar – Sachsen, die zu meinem freundlichen Hinweis: “Hier kommt heute Abend oft eine Kamera vorbei, diesen Platz sollten sie frei halten” beifällig meinte “Das wollen wir doch mal sehen!”. Und die mir während der Aufzeichnung immer mit dem Finger in den Rücken piekste, als ich der TV-Kamera Platz machte (sic!). Dann kann es passieren, daß ich beim Rückwärtsgang einen, oder zwei, oder mehr ihrer Zehen treffe. Mit einem freundlichen Lächeln. Aus Versehen, sorry. Respect, everyone!

Lektion 4: Get the *right* shot

Das erste Mal. Die Bilder waren gefühlt ok, und auf den richtigen Server übertragen, und dann bekam ich das Feedback: “N-JOY nimmt nur Querformate”. 1/3 meiner Picks waren im Hochformat geschossen. Damn.

Lektion 4 gelernt:
Vorher fragen, welche Fotos in welchem Format in welcher Auflösung benötigt werden. (Und dann übrigens daraus keine Rückschlüsse ziehen: Für ein Band-Shoot ist es von Vorteil, wenn man auch ein passendes Magazin-Cover (also Hochformat) im Katalog bereit hält.

Lektion 5: Tech-Talk

Hier wollte ich eigentlich etwas über Technik schreiben, aber ich habe gefühlt schon genug erzählt. Um es kurz zu machen: Kauft – wenn es eben geht – keine “Scherben”, sondern “schnelles” Glas, also f <= 2.8. Werdet ihr früher oder später eh machen, dann doch lieber früher, oder? Und wenn ihr konsistente Ergebnisse erzielen wollt, fotografiert manuell , – )

Und nu?

Bilder gucken! N-JOY zeigt auf der Comedy Contest Homepage leider keine Fotoalben (oder Bilderstrecken, wie es beim NDR heißt), daher hier eine kleine Auswahl meiner Fotos der Menschen und Momente beim Comedy Contest Finale 2010.

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Ralf - Mittwoch, 18. Mai 2011 - 13:54

das letzte ist auch mein Fav :-) …
Auch wenn ich den Dall eigendlich ganz nett finde.