Büsum & Helgoland

Deutschland hat gewählt. In den Ausprägungen „Leberkäs„, „Äppelwoi„, und „Das Mutti„.

In diesen Zeiten gibt es immer viel Arbeit in unserer Firma, denn wir betreuen das Online-Angebot bei der Tagesschau und dem ZDF in Sachen Wahlen. Diesmal hatte ich in Bezug auf wahl.tagesschau.de den Chef-Hut auf, und zusätzlich haben wir eine Menge FlypSite-Events wie z.B. die „#wahlschau“ betreut. Auf den Hut und die FlypSites bin ich stolz, denn das Team hat nicht nur sehr gut performed – ich habe bei diesen Projekten auch viele Zeilen funktionalen Bassisten-Code beigetragen :-)

Danach ging ich mit 11 „Übertagen“ auf dem Zettel schon ein bisschen auf dem Zahnfleisch, und musste dringend mal raus. Frischen Nordseewind um die Ohren pusten lassen… Zusätzlich konnte ich dies mit einem kleinen Fotoauftrag verbinden .-)

Büsum und Helgoland, here I come!

Büsum empfing mich mit einem gesperrten Deich, lustigen Aufstellern und interessantem Spätsommer-Wetter:

Die Enten nahmen es gelassen…

Und nein, da war ich nicht.

Denn natürlich habe ich einen Schirm einige Schirme und so ein Rain-Cover. Wenngleich natürlich auch nicht dabei. Was soll’s: bei Rossmann gibt es Schirme und DIY Rain-Cover!

Und hej, wenn gar nix geht, Blumen gehen immer!

„Hej du…“ „Ja?“ „Nass hier!“ „Ja…“ „Hast du einen Tipp für ein wetterfestes Haarspray???“

Auf dem Weg zur „Familienlagune“. Busfahren kann Spaß machen, muss es aber nicht. Die Busfahrerin war jedenfalls nett, und der Bus hatte einen Feudel an Bord.

Dort angekommen: Nix los.

Von der anderen Seite aus betrachtet: Auch nicht.

Schwimmen war auch keiner.

Über das Konzept „Scheiß mich nicht an!“ sollten die Lagunenplaner allerdings nochmal nachdenken…

Dann doch lieber wieder zurück zur Zivilisation, schnell noch sehr lecker Scholle und ein Feierabend-Foto wegen des lustigen Lichts, und ab ins Bett. Denn morgen bin ich…

…auf dem Weg nach Helgoland!

Der nächste Morgen sah ganz anders aus. Ich habe den Taxifahrer gebeten, vor dem Flughafen kurz anzuhalten, denn das Licht war einfach umwerfend.

Flughafen Heide-Büsum (EDXB).

Tower, Hangar, Mond.

Ich LIEBE fliegen. Je kleiner das Flugzeug, umso besser! (Wobei eine Britten Norman Islander nicht so ganz klein ist…)

Ich will zurück nach Wester Helgoland. Hmmm, ich war vorher noch nie da, also eher mal hin… (Kleiner Tipp: Wenn du mit einer Britten Islander fliegst, nimm Ohrstöpsel mit!)

Flughafen Helgoland (EDXH), bei schönstem Wetter.

Und dann ein bisschen über die Düne geschlendert.

Nun aber. Übersetzen nach Helgoland, eins meiner Lieblingsbilder von diesem Ausflug.

Um es vorwegzunehmen: Helgoland ließ ich mit dem Gedanken „Der Weg ist das Ziel“ und ziemlich geschundenen Füßen hinter mir. Ja, es ist die einzige deutsche Hochseeinsel, aber so ganz gepackt hat sie mich noch nicht. Da haben mir andere Plätze im oder am Meer mehr zugesagt. Vielleicht weil ich nicht so der Vogel-Fotograf bin – irgendwie hat jeder, der meine Kamera sah, zu mir gesagt, ich müsse zum Lummenfelsen. Nein! Denn auch ohne die letzten Meter dorthin gelaufen zu sein war es irgendwie den ganzen Tag erstaunlich viel hin. Und her. Und rauf. Und runter.

Ich habe noch die Jungs von der RKiSH besucht, einen kleinen Klönschnack mit einer netten Fotografin gehalten, die ein paar wirklich schöne Prints in ihrem kleinen Laden hängen hat (viel schöner als das was man auf ihrer Website sieht…), aber gepackt hat mich die Insel nicht. Da fand ich die Düne irgendwie cooler. Aber was soll’s: Der Weg ist das Ziel.

Tibet? Nein, de Halem.

Zurück nach Büsum. Sicher gestartet. Auf 480 Metern Bahn. Der Pilot hat viermal nachgezählt, wieviele Menschen an Bord sind (ausgebucht…) Und wir haben gefühlt viel Zeit am Ende der Landebahn 15/33 (im Bild in Aufsicht) lautstark und wackelnd (cool!) mit voller Drehzahl und angezogener Bremse verbracht. Hach, ich liebe Fliegen in kleinen Flugzeugen.
Tschüß, Düne!

Tag 3: Büsum zeigt sich freundlicher!

Treiben lassen, der Weg ist das Ziel, vorbei an den beiden Hafenbecken.

Beim nächsten Bild musste ich an den Stilpiraten denken und innerlich schmunzeln, denn mit diesem Vogel habe ich den „du-brauchst-nicht-posen-ansagen-sondern-nur-mit-deinem-model-reden-und-dich-bewegen-und-du-bekommst-es-in-die-richtige-pose“ Trick agewandt. Ich habe den Vogel noch besser ins Licht gestellt bekommen, aber diesen Blick fand ich besonders cool.

„Five Hands on Deck!“ (O.K., es sind sechs, aber sieht so aus :-)

Und den Helgoland-geschundenen Füßen zum Trotz nochmal auf zur Familienlagune. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Hat sich gelohnt. Auch, und weil Jacken und Segel schon durchgewaschen zum Trocknen aushängen…

…und die Strandkörbe schon hochgeklappt sind.

Manchmal muss man sich (auch zur Belustigung der wenigen Beobachter meines Treibens) auf den Bauch legen ,-)

Tschüß, Büsum.

Hallo Hamburg! (Schnappi aus dem Zug irgendwo zwischen Heide und Hamburg. Als Licht-Sucher: I like.)

So, das war’s für diesen Trip.

Schreibt mir doch bitte eure Meinung und Anregungen zu den Bildern und diesen Post in die Kommentare. Zuviele Bilder, zuwenig oder zuviel Text, und überhaupt? Ich würde mich sehr darüber freuen!

Bassigst
Benjamin

P.S.: Mein Gefühl sagt, ich komme nochmal nach Helgoland. Mal sehen!

Bates - Donnerstag, 17. Oktober 2013 - 10:52

Damit dein Helgoland Bild mal ins rechte Licht gerückt wird:

http://www.rocknrollbutterfahrt.de/

[…] Sehr schicke Bilder von Büsum und Helgoland. Helgoland! Da müsste man auch mal wieder hin. Im Herbst war ich da noch nie. Gute Idee […]

Vincent - Sonntag, 20. Oktober 2013 - 20:05

Wo gehts hier zum Flattr-Button? :-)

admin - Sonntag, 20. Oktober 2013 - 23:12

Das klingt gut! Bin ich jetzt schon akkreditiert?

Bassigst
Benjamin

Jörn - Dienstag, 22. Oktober 2013 - 11:13

SO ein Foto schießt Du mal eben im Vorbeifahren aus dem Zug? Wenn ich nach viel Mühe und mit Stativ so ein Bild hinbekäme würde ich vor Freude mehrfach um’s Haus laufen….

Auf Helgoland war ich bislang nur einmal für anderthalb Tage, aber ich will unbedingt noch mal hin, eben weil mich die Insel ziemlich gepackt hat. Auch ohne Lummenfelsen und viel zu wenig Zeit auf der Düne.

Und ich werde auf jeden Fall wieder fliegen, das war super. Obwohl der Trip mit dem Schiff auch nicht der Schlechteste sein soll.

admin - Dienstag, 22. Oktober 2013 - 19:26

Hallo Jörn,
man muss das Licht eben nehmen, wie es kommt. Und ja, ich habe mich auch gefreut!!!
Bassig
Benjamin

Ein bisschen nebenan | jukefrosch - Donnerstag, 7. November 2013 - 11:30

[…] Nun waren wir ja in Miami und auf einen Abstecher auf den Bahamas und haben weißen Sand und türkises Wasser gesehen, aber diese Bilder beweisen mir mal wieder, dass meine wahre Meeresliebe doch der Nordsee gehört. -> Büsum und Helgoland […]

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