Anklam

Auf nach Mecklenburg-Vorpommern! Mal wieder fotografieren :-)

All die Geschichten, die mir im Vorfelde dieser Veranstaltung zu Ohr kamen, ließen mich unbeeindruckt. Hat sich auch nichts wenig bewahrheitet. Und all die Staus auf der Reise habe ich mittlerweile auch verschmerzt. Daß mich das Navi allerdings nachts im Nirwana mit den Worten  „Sie habe Ihr Ziel erreicht!“ abladen wollte, nehme ich ihm (oder der Post!) übel – mittlerweile ein Lacher, Schwamm drüber. Vorerst nur ein Wort: „Dorfstrasse“, später dazu mehr.

Sommer. Die ganze Fahrt über blauer Himmel mit wechselnden, ansprechenden Wolken. Hach. Kurz vor dem Hotel-Zwischenstop und dem danach folgenden Fotoeinsatz konnte ich das „Hach“ – und auch die Kopfsteinpflasterstraßen – dokumentieren:

So, nun aber auch bildlich auf zur Sommertour des NDR nach Anklam.

Moderne Kameratechnik, gepaart mit solidem Glas stärkt nicht nur merklich die Muskeln, sondern macht auch wirklich Spaß ,-) Und jetzt: Please welcome: T.G.

Und nun auf zum Top-Act, auf nach Holland. Hermes House Band. Auch die geben Gas.

Kurz mal zum Mischpult gespurtet…

…und schon wieder vor der Bühne ;-)

Und das hat mir meine Mama schon beigebracht: Wenn es am schönsten ist, sollte man gehen.

Ich ging. Musste ja jetzt auch noch Bilder picken, und auf die Server laden. Also Navi auf die Hoteladresse  setzen, und ab dafür. Komisch, diesen Weg kannte ich so nicht. Muss wohl an der Dunkelheit liegen. Jetzt rechts abbiegen, „Sie haben Ihr Ziel erreicht!“. Hmmm, das sah heute mittag noch anders aus, ich hatte definitiv kein Zimmer in diesem Haus gebucht:

Ungläubiger Navi-Check. Die eMail rausgekramt, Adresse verglichen. Stimmt. Navi aus, eine Runde um den Block, vorbei an kasernenartigen Flachbauten mit großen (!) Deutschlandfahnen an den Fenstern. Kein Mensch. Vielleicht auch besser so. Navi neu an. 2ter Versuch. „Sie haben Ihr Ziel erreicht.“ Same place I did not want to be. Hmmm…. Meine Freundin aus dem Hotelbett-Tiefschlaf geholt. Leitungsabbruch. Nur noch Mailbox. Die Bilder müssen auf den Server. Jetzt. Aber nicht aus dem Auto… Also nochmal losfahren. Dann ein Schild: JA! Das kenne ich! Das Pflaster auch! Alles wird gut. (Dachte ich zu diesem Zeitpunkt zumindest.)

Mein Hotel. Große Freude. So kann es übrigens bei Tageslicht aussehen:

Dann Rücksturz zur Erde: WLAN ja, aber nicht im Zimmer. Kein Repeater. Egal, Pics gepickt, kleingerechnet, auf die verschiedenen Galerien, die im CMS des NDR eingerichtet wurden, aufgeteilt, Rechner unter den Arm, und auf in die Hotellobby mit den ansprechend durchgesessenen Sesseln. Ja! WLAN! Upload gestartet, nun ja, nicht gerade schnell, aber die erste Galerie lädt hoch. Die zweite auch. Dann: Erster Upload-Fehler. Zweiter. Dritter. Hmmm. Ich will euch nicht mit Technik-Details langweilen – die Uhr zeigte mittlerweile 3:45 – aber dieser Server zickte in Verbindung mit diesem WLAN gehörig rum. Um 4:15 Notfall-Programm gestartet, und angefangen, die Bilder auf unseren eigenen Bildserver zu spielen. Ich konnte die Bytes einzeln durch das Netz fahren sehen. Wollte ich aber nicht mehr… Mittlerweile ziemlich müde habe ich einen neuen Screensaver mit Passwort und Nachricht („bitte finger weg: dieser rechner arbeite hoffentlich“) eingerichtet und ihn etwas widerwillig in der Lobby neben der Steckdose unter eine Anrichte geparkt.

Blick vom Balkon kurz danach:

Der Rechner war am nächsten Morgen noch da :- ) Und man hat mir danach auch erklärt, warum das Navi mich ins Nichts geführt hat: Die Post hat vor einiger Zeit mehrer Orte in der Umgebung unter der selben Postleitzahl zusammengefasst. Und in dieser Gegend hat jedes Dorf eine Dorfstraße… Damn. Falls ihr auch in diese Situation kommen solltet, hier der Link zu der Location auf Google Maps: http://goo.gl/maps/SwjI

Da kann das Hotel aber nicht für! Ich gebe hier mal eine dicke Empfehlung für das Romantik Hotel Rittergut Bömitz ab. Coolste Location, superbes Frühstück, nettes Personal, coole Chefs. Wahrscheinlich auch gute Küche (der Küchentrakt roch nach Zimt und Koreander…). Konnte ich aus Gründen leider nicht testen…

Schöner großer Park, nicht zu aufgeräumt, und einem Glockenturm! Die Glocken wurden 1937 von den Bömitzern und den Heimbewohnern (das gut war mal ein Altenheim) gekauft und immer wieder gegen habgierige Machenschaften verteidigt. Und pünktlich um 10:00 läuten diese samstags und sonntags für 5 Minuten. Und ich kann euch sagen: Gut gestimmt! Ein reiner Dur-Dreiklang.

Dieser Baum passt schon lange gut auf die drei Glocken auf:

Ausblick direkt hinter dem Park:

Nun aber auf ans Meer!

Zinnowitz. Schick! Und Parkplatz für umme…

Dann auf Empfehlung rüber nach Rankwitz. Gut, denn da konnte ich dieses Foto machen, das ihr vielleicht schon kennt:

Und auf der Rückfahrt natürlich wieder Staus. Der erste der beiden ließ wenigstens einen kleinen Schnappschuß aus dem Autofenster zu:

Und dann, auf einem der merkwürdigsten Parkplätze der Nation, die heilige Zweifaltigkeit. Habe es mal so genannt.

So, das wars vorerst mal wieder!

Bassig
Benjamin

Als Zugabe noch ein Fundstück:
Giorgio "Schorsch" Carlocitta - Mittwoch, 24. Juli 2013 - 20:51

Sehr schönes „road-(still)-movie“. Hat mir echt gut gefallen!

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